Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

File:Theodora mosaik ravenna.jpg

 

 

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

 

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

 

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

 

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

 

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

 

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

 

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

 

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

 

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

 

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

 

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

 

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)
Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

Exteriors

Interiors

Cupola

Mosaics

Drawings

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

Außenansicht von Norden

Die Kirche San Vitale in Ravenna, vermutlich 537 begonnen und 547 dem heiligen Vitalis geweiht, zählt zu den bedeutendsten Kirchenbauten der spätantikfrühbyzantinischen Zeit. In ihr verbinden sich Architekturformen aus dem Oströmischen Reich mit für das damalige Italien typischen Bautechniken. Sie entstand in einer Zeit des Umbruchs, als der oströmische Kaiser Justinian I. Krieg gegen das ostgotische Königreich in Italien führte. Berühmt ist die als Zentralbau errichtete Kirche vor allem für ihre Mosaikausstattung im Innern, insbesondere die Porträts von Justinian und seiner Frau Theodora im unteren Apsisgewände. Mit den anderen frühen Kirchenbauten in Ravenna gehört San Vitale seit 1996 zum UNESCO-Welterbe. 1960 erhielt sie durch Papst Johannes XXIII. den Ehrentitel Basilica minor.

Baugeschichte

Giacobbe Giusti, San Vitale (Ravenna)

Eingangsportal

An der Stelle der heutigen Kirche befand sich im 5. Jahrhundert n. Chr. bereits ein kleiner kreuzförmiger Bau, wie Grabungen aus dem Jahr 1911 nachgewiesen haben. Ob dieser bereits der Verehrung des Heiligen Vitalis diente, lässt sich nicht nachweisen. Nach Keller gilt der Narthex des heutigen Gebäudes als Ort des Martyriums des Heiligen.[1]

Der ravennatische Chronist Agnellusberichtet im 9. Jahrhundert, dass der katholische Bischof Ecclesius, der sein Amt von 521 bis 532 innehatte, der Begründer des heute zu sehenden Baus gewesen sei. Dies wird bestätigt, durch ein Mosaik in der Apsis der Kirche, welches Ecclesius als Stifter des Baus präsentiert. Zum damaligen Zeitpunkt war Ravenna noch Hauptstadt des ostgotischen Königreiches, dessen germanische Elite sich zum arianischen Christentum bekannte. Die Bevölkerung Ravennas war dementsprechend in eine arianische und eine katholische Gemeinde gespalten, an deren Spitze jeweils ein eigener Bischof stand. Agnellus berichtet weiterhin, dass ein Bankier namens Julianus Argentarius den Bau finanziert habe. Auch hierfür lassen sich Nachweise im Kircheninneren finden, wo mehrmals das Monogramm des Julianus auftaucht. Sein Name fällt auch im Zusammenhang mit der Finanzierung anderer Kirchen in Ravenna, wie z. B. Sant’Apollinare in Classe. Die Rolle von Ecclesius’ Nachfolger Ursicinus (534-536) beim Bau von San Vitale ist unbekannt. Die eigentlichen Bauarbeiten wurden wahrscheinlich erst unter dem nächsten Bischof, Victor (537/38-544/45), begonnen. Es ist sein Monogramm, welches die Kämpferblöcke im Kircheninneren tragen. In die Zeit seines Episkopats fiel auch das Ende der ostgotischen Herrschaft über Ravenna, als die Stadt 540 durch byzantinische Truppen unter Befehl des Feldherrn Belisareingenommen wurde. Die Weihung der Kirche fand laut Agnellus schließlich im Jahr 547 unter Bischof Maximian (546-556) statt. Sein Porträt findet sich auf einem Mosaik im unteren Apsisgewände.

Im 10. Jahrhundert gelangte San Vitale in den Besitz einer Benediktinergemeinde. Während des Mittelalters wurden einige Veränderungen am Bau vorgenommen. So wurden beispielsweise in die Decken des Umgangs und der Empore Kreuzgratgewölbeeingefügt. Um deren Schub abzufangen wurden am Außenbau mehrere Strebepfeiler angefügt. Im 16. Jahrhundert erhielt die Kirche ein neues Eingangsportal im Osten.

Architektur

Grundriss

Blick zur originalen Apsis und späterer Deckenbemalung

San Vitale wurde als zweischaliger Nischenzentralbau mit eingestelltem Stützenkranz entworfen. Den Kern des Gebäudes bildet ein oktogonaler, überkuppelter Zentralraum. Den Haupteingang dazu stellte ursprünglich der im Südwesten angeschlossene Narthex dar. Dieser ist aus der Achse des Gebäudes nach Südosten hin verschoben, so dass er nur an einer Kante an das Oktogon anstößt. Von den beiden Apsiden, mit denen der Narthex ursprünglich abschloss, ist heute nur noch die nördliche erhalten. Den Übergang zwischen Narthex und Oktogon bilden zwei Zwickelräume, die von je einem Treppenturm (ø: 5,40 m).[2] flankiert werden, über welche man die Emporen erreicht.

Der Kern des Zentralraums wird durch acht Pfeiler, welche die Kuppel tragen, ebenfalls als Oktogon definiert. Den Raum zwischen den Pfeilern füllen durch zweisäulige Arkaden gegliederte, halbrunde Nischen, welche sich auch in den Emporen fortsetzen. Die Kuppel, mit einem Durchmesser von 15,70 m[3], ruht auf einem achteckigen, durchfensterten Tambour, wurde in der für Italien typischen Leichtbauweise aus Ringen von Tonröhren, den sogenannten tubi fittili, errichtet[4] und nach außen mit Pyramidendach überdeckt. Die Dekoration der Kuppel stammt aus dem späten 18. Jahrhundert. Dieser zentrale Raumteil ist von einem etwas niedrigeren, doppelgeschossigen Umgang umgeben.

Der Altarraum ist durch Arkaden aus dem Umgang herausgetrennt und von einem Kreuzgratgewölbe überdeckt. An ihn schließt sich im Nordosten die polygonal ummantelte Apsis an. Diese wird flankiert von zwei Kapellen mit kreisrundem Grundriss. Im Altarraum und in der Apsis befinden sich auch die spätantiken Mosaiken, für die San Vitale bekannt ist.

Die gesamte Kirche ist aus massivem Ziegelwerk gemauert. Die langen, schmalen Ziegel, die dabei verwendet wurden, gleichen denen der anderen Bauten des Julianus Argentarius und sind leicht von den Ziegeln zu unterscheiden, die beispielsweise bei Bauten der Galla Placidia oder des Theoderich Verwendung fanden.

Mosaiken

Mosaik: Abraham bewirtet die drei Engel; Opferung Isaaks

Bekannt ist San Vitale, wie viele der spätantiken Monumente Ravennas, für seine reiche Mosaikausstattung. Diese teilt sich in Wand- und Bodenmosaiken auf. Letztere breiteten sich ursprünglich als verschiedenartige ornamentale und florale Muster über den gesamten Kirchenraum aus und sind eher in matten Erdtönen gehalten. Während sie im Umgang noch größtenteils erhalten sind, wurden sie im zentralen Kuppelraum mittlerweile weitgehend durch einen jüngeren Opus sectile-Boden ersetzt.

Einen deutlich anderen Eindruck machen die ebenfalls noch in der Entstehungszeit der Kirche gefertigten Wand- und Deckenmosaiken. Sie überziehen nahezu den gesamten Altar- und Apsisbereich und beeindrucken durch ihre kräftigen Farben, wobei Blau, Grün und Gold als Hintergrundfarben dominieren. Verglichen mit Mosaiken der klassischen Antike sind die Darstellungen aus relativ großen Tesseraezusammengesetzt, wobei das Inkarnat feiner modelliert wurde als der Hintergrund. Auch dies beruht auf der in der Spätantike aufgekommenen Darstellungskonvention, nach der der Inhalt Vorrang vor der Form hat. Der überwältigende Eindruck der Mosaiken beruht vor allem auf ihrer Farbenpracht. Im Gegensatz zu anderen Darstellungen, die über die Jahrhunderte häufig an Farbintensität verloren, bestehen die Mosaiken aus farbechten (Halbedel-)Steinen. Bei den goldenen Tesserae wurde echtes Blattgold verwendet, das zwischen zwei Lagen Glas eingebettet wurde.

Bereits der Eingangsbereich zum Altarraum, die Laibung des Triumphbogens ist vollständig mit Mosaiken überzogen. Sie zeigen Bildnismedaillons von Christus, seinen zwölf Aposteln und der Heiligen Gervasius und Protasius, die ursprünglich auch in einer der beiden Seitenkapellen der Kirche verehrt wurden und als Söhne der Heiligen Vitalis galten. Die meisten figürlichen Darstellungen auf den Mosaiken des Altarraums beziehen sich auf das Alte Testament. Die beiden Lunetten oberhalb der Säulenstellungen nördlich und südlich des Altars zeigen im Norden Abraham beim Bewirten der drei Pilger sowie bei der Opferung seines Sohnes Isaak und im Norden Abel und Melchisedek bei der Darbringung von Opfern für Gott. Beide Mosaiken beziehen sich deutlich auf die Eucharistie, die unterhalb von ihnen am Altar der Kirche gefeiert wurde. Oberhalb der Lunetten befinden sich neben je einem paar Engel Darstellungen aus dem Leben Mose sowie der Propheten Jeremia und Jesaja. Darüber schließen sich neben den Fensteröffnungen in die Emporen Ganzkörperporträts der vier Evangelisten mit ihren jeweiligen Symboltieren an. Die oberste Zone ist von floralen Mustern überzogen, während die Decke ein von vier Engeln getragenes Medaillon mit dem Lamm Gottes zeigt. Die Apsisstirnwand trägt neben einem weiteren Paar Engel Darstellungen der himmlischen Städte Jerusalem und Betlehem.

Apsis: Christus reicht San Vitale die Märtyrerkrone; ein Engel gibt Bischof Ecclesius ein Modell der Kirche

Die Apsis wird dominiert durch den in der Apsiskalotte auf einer Himmelskugel thronenden, bartlosen Christus. Die Darstellung auf der “Himmelskugel”, mit der das gesamte Weltall gemeint ist, ist eine künstlerische Umsetzung des Ehrennamens “Kosmokrator” (Weltenherrscher). Ihm werden von zwei Engeln der Titelheilige Vitalis, dem Christus eine Märtyrerkrone überreicht, und der als Stifter der Kirche dargestellte Bischof Ecclesius zugeführt.

Die berühmtesten Mosaiken von San Vitale dürften allerdings die im Apsisgewände befindlichen Porträts von Justinian und Theodora in Begleitung ihres Hofstaates sein. Justinian im Norden steht im Zentrum seines Mosaikfeldes und trägt eine Patene (Hostienschale) in Richtung des in der Apsiskalotte dargestellten Christus. Er ist durch seine aufwändige Tracht deutlich von den umgebenden Personen abgehoben und als Kaiser gekennzeichnet: er trägt ein dreireihiges edelsteinbesetztes Diadem und ein purpurnes Paludamentum mit einer goldbesetzten Tabula, einem rechteckigen Stück Stoff, das hohe Würdenträger am spätrömischen Hof auszeichnete und in ähnlicher Form auch bei anderen Personen der beiden Mosaiken zu erkennen ist. Beachtenswert ist auch die prunkvolle Scheibenfibel (Orbiculus) mit Pendilien und Trifolium (dreiteiliges Schmuckstück). Ein weiteres Zeichen seiner kaiserlichen Würde ist der Nimbus, der seinen Kopf umgibt. Dem Kaiser folgen einige Würdenträger und seine Leibgarde. Justinian voran geht der Bischof Ravennas, der durch eine Inschrift als Maximian benannt ist, sowie zwei weitere Geistliche. Maximian trägt eine Alba (weiße Tunika, bzw. Dalmatik), darüber eine Planeta und ein Pallium als erzbischöfliches Abzeichen. Alle Männer tragen spezielle Calcei, Sandalen mit Kappen an Zehen und Ferse, die nur von der Oberschicht getragen wurden. Der Fachbegriff für die roten kaiserlichen Sandalen ist Calcei mullei.[5]

Im südlichen Mosaikfeld ist Theodora aus dem Zentrum etwas nach Osten verschoben. Sie ist durch ihre Tracht, sowie durch ihren Nimbus und die sie hinterfangende Nische deutlich als Kaiserin gekennzeichnet. Sie trägt eine Dalmatik unter einem purpurnen Umhang, eine Haubenkrone mit langen Pendilien und einen Juwelenkragen. In ihren Händen trägt sie den eucharistischen Weinkelch (Calix). Ihr voran gehen zwei Würdenträger, die denen des gegenüberliegenden Mosaiks ähneln, während ihr eine Gruppe Hofdamen folgt. Außer dem Kaiserpaar und dem Bischof lässt sich keine der dargestellten Personen mit absoluter Sicherheit identifizieren, auch wenn in der Forschung immer wieder Zuschreibungen einiger Figuren beispielsweise als Belisar[6] oder als Mutter Iustinians[7] auftauchen. Die Bedeutung dieser Mosaiken beruht u.a. darauf, dass sie eine der wenigen eindeutig zuschreibbaren Darstellungen des Kaiserpaares darstellen. Besonders die Gesichtszüge scheinen individuellen Charakter zu besitzen, wobei die spätantike Tendenz zum Abstrahieren durchaus noch gut zu erkennen ist. Was die Körpergröße angeht, so ist davon auszugehen, dass sie eher den gesellschaftlichen Rang der Personen abbildet, wie seit der Spätantike allgemein üblich. Darüber hinaus bieten die beiden Mosaiken wertvolle Informationen über die frühbyzantinische Hoftracht.

Es kann als gesichert gelten, dass die Mosaiken der Apsis noch aus der Zeit Bischof Victors (537/38-544/45) stammen. Die Darstellungen des Kaiserpaars können aufgrund der damaligen politischen Situation erst nach der Eroberung Ravennas durch die Byzantiner im Jahr 540 entstanden sein. Victors Nachfolger Maximian ließ die Mosaikausstattung des Altarbereichs vollenden und sein eigenes Porträt anstelle dessen seines Vorgängers in das Mosaikfeld mit dem Bildnis des Kaisers einfügen. Auch das Bildnis des zwischen bzw. hinter Justinian und dem Bischof stehenden Beamten entstand erst in dieser Zeit.[8]

Fresken

Während die Ausgestaltung des Altar- und Apsisbereichs noch auf die Entstehungszeit San Vitales zurückgeht, entstand der heute zu sehende Bildschmuck des zentralen Kuppelraums erst in der Neuzeit. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts beauftragten die Benediktiner-Mönche den Künstler Serafino Barozzi mit der Ausschmückung der ihnen anvertrauten Kirche. Diesem schloss sich bald darauf Jacopo Guarana an. Vollendet wurde das Werk von Ubaldo Gandolfo, der bereits zuvor mit Barozzi zusammengearbeitet hatte. Bei den Fresken handelt es sich um zeittypische illusionistische Malerei. Im Kuppelscheitel werden der Heilige Vitalis und der Heilige Benedikt im Himmel gezeigt.

Orgel

Die Orgel wurde 1967 von der Orgelbaufirma Mascioni erbaut. Das Instrument hat 53 Register auf drei Manualen und Pedal. Davon sind 15 Register Transmissionen, und 13 Register Extensionen.

I SchwellpositivC–


Principale 8′
Bordone 8′
Salicionale 8′
Ottava 4′
Flauto 4′
Eolina 4′
Flauto in XII 223
Flautino 2′
Decimino 135
Piccolo 1′
Oboe 8′
Regale 8′
Voce Celeste 8′
Tremulant
II Hauptwerk C–


Principale 16′
Principale 8′
Flauto traverso 8′
Dulciana 8′
Flauto Camino 4′
Ottava 4′
Decimaquinta 2′
Ripieno Grave II 113
Ripieno Acuto IV
Tromba Corno 8′
III SchwellwerkC–


Bordone 16′
Principale 8′
Bordone Amabile 8′
Viola di Gamba 8′
Salicionale 8′
Principalino 4′
Flauto 4′
Nazardo 223
Silvestre 2′
Ottavina 2′
Larigot 113
Decimino 135
Pienino III
Oboe 8′
Regale 8′
Voce Celeste 8′
Coro Viole III
Tremulant
Pedalwerk C–


Basso Acustico 32′
Contrabbasso 16′
Principale 16′
Subbasso 16′
Bordone 16′
Basso 8′
Bordone 8′
Dolce 8′
Quinta 513
Ottava 4′
Flauto 4′
Fagotto 8′
Trombina 4′
  • Koppeln: I/II, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P; Superoktavkoppeln (II/II, III/II, III/III, I/P, II/P, II/P) und Suboktavkoppel III/II.

Einordnung

Oktogon des Aachener Doms

Der Bau, der architektonisch am nächsten mit San Vitale verwandt ist, ist die von Justinian I. vor 536 in Konstantinopel errichtete Sergios und Bakchos Kirche. Auch hier bildet ein überkuppelter oktogonalerZentralraum den Mittelpunkt des Gebäudes. Zwischen den Pfeilern wechseln sich allerdings anders als in Ravenna halbrunde und rechteckige Nischen ab. Der Umgang ist wie in San Vitale ebenfalls oktogonal und, für Konstantinopel typisch, mit einer Empore versehen. Diese Innenraumgliederung wirkt sich hier allerdings nicht auf den Außenbau aus, der eine quadratische Grundform hat. Insgesamt steht San Vitale sehr stark – stärker als jede andere ravennatische Kirche – in der konstantinopolitanischen Bautradition. Möglicherweise brachte Bischof Ecclesius die Pläne für den Bau der Kirche mit nach Ravenna, nachdem er 525 gemeinsam mit Papst Johannes I. im Auftrag des ostgotischen Königs Theoderich in die oströmische Hauptstadt gereist war.

Für die westeuropäische Architektur erhielt San Vitale wiederum selbst Vorbildcharakter. Die um 800 von Karl dem Großen erbaute Aachener Pfalzkapelle weist starke Bezüge zu dem ravennatischen Bau auf. Der Frankenherrscher hatte durch seine Eroberung des Langobardenreiches auch Ravenna unter seine Kontrolle gebracht. Der Überlieferung zufolge ließ er Baumaterial, wie z. B. Säulen, von dort nach Aachen schaffen. Karl versuchte wohl seinem eigenen, erst kürzlich errungenen Kaisertum durch solche Rückbezüge auf spätrömisch-byzantinische Traditionen, Legitimität zu verleihen.

Siehe auch

Literatur

  • Irina Andreescu-Treadgold, Warren TreadgoldProcopius and the Imperial Panels of S. Vitale. In: The Art Bulletin. Bd. 79, Nr. 4, 1997, S. 708–723, doi:10.1080/00043079.1997.10786808.
  • Friedrich Wilhelm DeichmannRavenna. Hauptstadt des spätantiken Abendlandes. Band 1: Geschichte und Monumente.Steiner, Wiesbaden 1969, S. 226–256.
  • Friedrich Wilhelm Deichmann: Ravenna. Hauptstadt des spätantiken Abendlandes. Band 2: Kommentar. Teil 2. Steiner, Wiesbaden 1976, ISBN 3-515-02005-5, S. 47–206.
  • Gianfranco Malafarina (Hrsg.): La Basilica di San Vitale a Ravenna(= Mirabilia Italiae. Guide. 6). Panini, Modena 2006, ISBN 88-8290-909-3 (italienisch und englisch mit zahlreichen Abbildungen).
  • Otto G. von SimsonSacred Fortress. Byzantine Art and Statecraft in Ravenna. Princeton University Press, Princeton NJ 1987, ISBN 0-691-04038-9, S. 23–39.
  • Jutta Dresken-WeilandDie frühchristlichen Mosaiken von Ravenna – Bild und Bedeutung, Schnell & Steiner, Regensburg 2016, ISBN 978-3-7954-3024-5

Weblinks

Commons: San Vitale (Ravenna) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

https://de.wikipedia.org/wiki/San_Vitale

http://www.giacobbegiusti.com

 

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Giacobbe Giusti, Basilica of San Vitale

Giacobbe Giusti, Basilica of San Vitale

 

Lamb of God

Giacobbe Giusti, Basilica of San Vitale

The presbytery.

Giacobbe Giusti, Basilica of San Vitale

Mosaic of Theodora

 

Giacobbe Giusti, Basilica of San Vitale

Giacobbe Giusti, Basilica of San Vitale

Apse mosaic.

Giacobbe Giusti, Basilica of San Vitale

Triumphal arch mosaics of Jesus Christ and the Apostles.

Giacobbe Giusti, Basilica of San Vitale

Mosaics of Justinianus I and Theodora.

Giacobbe Giusti, Basilica of San Vitale

Giacobbe Giusti, Basilica of San Vitale

 

Giacobbe Giusti, Basilica of San Vitale

Giacobbe Giusti, Basilica of San Vitale

The “Basilica of San Vitale” is a church in Ravenna, Italy, and one of the most important examples of early Christian Byzantine art and architecture in Europe. The Roman Catholic Church has designated the building a “basilica”, the honorific title bestowed on church buildings of exceptional historic and ecclesial importance, although of course it is not of architectural basilica form. It is one of eight Ravenna structures inscribed on the UNESCO World Heritage List.

History

The church was begun by Bishop Ecclesius in 526, when Ravenna was under the rule of the Ostrogoths and completed by the 27th Bishop of Ravenna, Maximian, in 547 preceding the Byzantine Exarchate of Ravenna.

The construction of the church was sponsored by Julius Argentarius, a Roman banker and architect, of whom very little is known, except that he also sponsored the construction of the Basilica of Sant’Apollinare in Classe at around the same time.[1] (A donor portrait of the Julius Argentarius may appear among the courtiers on the Justinian mosaic.) The final cost amounted to 26,000 solidi (gold pieces).[2]

The central vault used a western technique of hollow tubes inserted into each other, rather than bricks. The ambulatory and gallery were vaulted only later in the Middle Ages.[3]

The Baroque fresco on the dome was made between 1778 and 1782 by S. Barozzi, U. Gandolfi and E. Guarana.[4]

Architecture

Ground plan of the building
Mosaics of Justinianus I and Theodora.

The church has an octagonal plan. The building combines Roman elements: the dome, shape of doorways, and stepped towers; with Byzantine elements: polygonal apse, capitals, narrow bricks, and an early example of flying buttresses. The church is most famous for its wealth of Byzantine mosaics, the largest and best preserved outside of Constantinople. The church is of extreme importance in Byzantine art, as it is the only major church from the period of the Emperor Justinian I to survive virtually intact to the present day. Furthermore, it is thought to reflect the design of the Byzantine Imperial Palace Audience Chamber, of which nothing at all survives. The belltower has four bells, the tenor one dates to the 16th century. According to legends, the church was erected on the site of the martyrdom of Saint Vitalis.[5] However, there is some confusion as to whether this is the Saint Vitalis of Milan, or the Saint Vitale whose body was discovered together with that of Saint Agricola, by Saint Ambrose in Bologna in 393.

Mosaic art

The presbytery.
Triumphal arch mosaics of Jesus Christ and the Apostles.

The interior of San Vitale

The central section is surrounded by two superposed ambulatories. The upper one, the matrimoneum, was reserved for married women. A series of mosaics in the lunettes above the triforia depict sacrifices from the Old Testament:[6] the story of Abraham and Melchizedek, and the Sacrifice of Isaac; the story of Moses and the Burning Bush, Jeremiah and Isaiah, representatives of the twelve tribes of Israel, and the story of Abel and Cain. A pair of angels, holding a medallion with a cross, crowns each lunette. On the side walls the corners, next to the mullioned windows, have mosaics of the Four Evangelists, under their symbols (angel, lion, ox and eagle), and dressed in white. Especially the portrayal of the lion is remarkable in its ferocity.

The cross-ribbed vault in the presbytery is richly ornamented with mosaic festoons of leaves, fruit and flowers, converging on a crown encircling the Lamb of God. The crown is supported by four angels, and every surface is covered with a profusion of flowers, stars, birds and animals, including many peacocks. Above the arch, on both sides, two angels hold a disc and beside them a representation of the cities of Jerusalem and Bethlehem. They symbolize the human race (Jerusalem representing the Jews, and Bethlehem the Gentiles).

All these mosaics are executed in the Hellenistic-Roman tradition: lively and imaginative, with rich colors and a certain perspective, and with a vivid depiction of the landscape, plants and birds. They were finished when Ravenna was still under Gothic rule. The apse is flanked by two chapels, the prothesis and the diaconicon, typical for Byzantine architecture.

Inside, the intrados of the great triumphal arch is decorated with fifteen mosaic medallions, depicting Jesus Christ, the twelve Apostles and Saint Gervasius and Saint Protasius, the sons of Saint Vitale. The theophany was begun in 525 under bishop Ecclesius. It has a great gold fascia with twining flowers, birds, and horns of plenty. Jesus Christ appears, seated on a blue globe in the summit of the vault, robed in purple, with his right hand offering the martyr’s crown to Saint Vitale. On the left, Bishop Ecclesius offers a model of the church.

Justinian and Theodora panels

Apse mosaic.
The mosaic of Emperor Justinian and his retinue.

Empress Theodora and attendants.

Ceiling mosaic above the presbytery.

At the foot of the apse side walls are two famous mosaic panels, executed in 547. On the right is a mosaic depicting the East Roman Emperor Justinian I, clad in Tyrian purple with a golden halo, standing next to court officials, Bishop Maximian, palatinae guards and deacons. The halo around his head gives him the same aspect as Christ in the dome of the apse. Justinian himself stands in the middle, with soldiers on his right and clergy on his left, emphasizing that Justinian is the leader of both church and state of his empire.

The gold background of the mosaic shows that Justinian and his entourage are inside the church. The figures are placed in a V shape; Justinian is placed in the front and in the middle to show his importance with Bishop Maximian on his left and lesser individuals being placed behind them. This placement can be seen through the overlapping feet of the individuals present in the mosaic.[7]

Another panel shows Empress Theodora solemn and formal, with golden halo, crown and jewels, and a train of court ladies. She is almost depicted as a goddess. As opposed to the V formation of the figures in the Justinian mosaic, the mosaic with Empress Theodora shows the figures moving from left to right into the church. Theodora is seen holding the wine.

See also

External video
Lamb of God (San Vitale).jpg
Byzantine Art: San Vitale, Ravenna, Smarthistory[8]

https://en.wikipedia.org/wiki/Basilica_of_San_Vitale

http://www.giacobbegiusti.com

 

Giacobbe Giusti, “Garden of Eden” mosaic in mausoleum of Galla Placidia

Giacobbe Giusti, “Garden of Eden” mosaic in mausoleum of Galla Placidia

Ceiling mosaic Garden of Eden.

 

Giacobbe Giusti, “Garden of Eden” mosaic in mausoleum of Galla Placidia

The Good Shepherd.

Giacobbe Giusti, Mausoleum of Galla Placidia

 
Ravnna-gallaplacidia.jpg

UNESCO World Heritage Site
Location Ravenna, Italy Edit this at Wikidata
 
Criteria Cultural: (i), (ii), (iii), (iv) Edit this on Wikidata
Reference 788-001
Inscription 1996 (20th Session)
Website www.ravennamosaici.it
Mausoleum of Galla Placidia is located in Italy

Mausoleum of Galla Placidia
Location of Mausoleum of Galla Placidia

The Mausoleum of Galla Placidia is a Roman building in Ravenna, Italy. It was listed with seven other structures in Ravenna in the World Heritage List in 1996.[1] The UNESCO experts describe it as “the earliest and best preserved of all mosaic monuments, and at the same time one of the most artistically perfect”.

History

Interior view, showing the southern lunette.

Ceiling

The building was formerly the oratory of the Church of the Holy Cross and now contains three sarcophagi. The largest sarcophagus was thought to contain the remains of Galla Placidia (died 450), daughter of the Roman Emperor Theodosius I. Her embalmed body was reportedly deposited there in a sitting position, clothed with the imperial mantle. In 1577, however, the contents of the sarcophagus were accidentally burned. The sarcophagus to the right is attributed to Galla’s son, Emperor Valentinian III, or to her brother, Emperor Honorius. The one on the left is attributed to her husband, Emperor Constantius III.

The building is not currently used as a mausoleum. It is unknown what the building was intended for when it was built. The most common story is that the structure was built by Galla Placidia, who was a well-known patron of the arts, to be used as a mausoleum for her and her family. There seems to be no evidence to prove or disprove Galla’s connection to the building. The mausoleum was once connected to the narthex of Santa Croce, the church for the imperial palace, built in 417 but now in ruins. Santa Croce was one of the first buildings commissioned by Galla. The floor has been raised by five feet since the fifth century in order to remain above the rising water along the upper Adriatic coast.

Architecture and interior art

Ceiling mosaic Garden of Eden.

Mosaics cover the walls of the vault, the lunettes and the cupola. The iconographic themes developed in the decorations represent the victory of eternal life over death. The mausoleum is laid out in a cruciform floor plan, with a central dome on pendentives and barrel vaults over the four transepts. The exterior of the dome is enclosed in a square tower that rises above the gabled lateral wings. The brick surface is set with narrow mortar joints and decorated with blind arcades.

The interior of the mausoleum is covered with rich Byzantine mosaics, and light enters through alabaster window panels. The inside contains two famous mosaic lunettes, and the rest of the interior is filled with mosaics of Christian and Apocalyptic symbols. The central bay’s upper walls are decorated with four pairs of apostles, including St. Peter and St. Paul, acclaiming a giant gold cross in the center of the dome against a blue sky of stars. Symbols of the four evangelists float among the clouds. The other four apostles appear in the barrel vaults of the transepts.

The lunette over the north entrance shows a mosaic of Christ as the Good Shepherd tending his flocks. He holds an imperial staff joined to the Christian cross, symbolizing the combined earthly and heavenly domains. The lunette over the south wall is thought to depict St. Lawrence standing next to a flaming gridiron. On the opposite side of the gridiron a bookcase is shown with four books, each inscribed with the name of an evangelist.

The art historian Gillian Mackie argues that this panel represents the Spanish St. Vincent of Saragossa rather than the Italian St. Lawrence.[2] Mackie cites Galla’s connection to Spain; in addition, St. Vincent was martyred by drowning at sea, and Galla and her children had been delivered from shipwreck. The panel seems to be an illustration of the poem about St. Vincent in Prudentius’s fifth century Passio Sancti Vincent Martyris. In the poem St. Vincent is ordered to disclose his sacred books to be burned. This explains the cupboard containing the Gospels, which has no satisfactory explanation in the story of St. Lawrence.

Good Shepherd Mosaic

The Lunette of Christ as Good Shepherd over the north entrance is representative of Christian art at this time period in late antiquity. Christ is being depicted as more regal than prior depictions of him as good shepherd. Rather than carrying a lamb over his shoulder, Jesus sits amongst his flock, haloed and robed in gold and purple. The mosaic represents a transition period between the naturalistic depictions of the classical period in art history and the stylized representations of the medieval period. The forms still have three-dimensional bulk, but the shading such as in the folds of the robes is less refined than in the past, and figures are not very grounded. Elements of realism have been sacrificed for a focus on the spiritual elements

Musical associations

External video
LawrenceRavenna.jpg
The Mausoleum of Galla Placidia, Smarthistory[3]

The mausoleum is reputed to have inspired American songwriter Cole Porter to compose “Night and Day” while on a 1920s visit.[4]

https://en.wikipedia.org/wiki/Mausoleum_of_Galla_Placidia?uselang=fr

http://www.giacobbegiusti.com