Giacobbe Giusti, Römische Villa bei Lullingstone

Giacobbe Giusti, Römische Villa bei Lullingstone

Giacobbe Giusti, Römische Villa bei Lullingstone

 

Giacobbe Giusti, Römische Villa bei Lullingstone

 Giacobbe Giusti, Römische Villa bei Lullingstone

Die heutigen Reste der Villa

Bei Lullingstone(östlich von London in Kent) konnten die Reste einer reich ausgestatteten römischen Villaausgegraben werden. Vor allem die Fragmente von Wandmalereienmit christlichen Motiven erregten überregionales Interesse.

Lage

Die Villa von Lullingstone liegt in einem kleinen Tal, nahe bei dem Fluss Darent. Sie liegt an einem Abhang und ist besonders gut erhalten, da im Laufe der Jahrhunderte Erde vom oberen Teil des Abhanges nach unten rutschte und dabei auch die Ruinen der Villa bedeckte und damit auch schützte.

Geschichte des Baues

Plan der Villa um 125 n. Chr.

Reste einer Wandmalerei: Nymphen

Modell der Villa

Plan der Villa um 400 n. Chr.

Erste Siedlungsreste stammen aus der Zeit vor der römischen Eroberung Britanniens. Es fanden sich Scherben und Münzen, die um 1 bis 43 n. Chr. datieren. Gebäudereste sind aus dieser Zeit bisher nicht festgestellt worden.

Ein erster Bau aus Stein wurde hier um 100 n. Chr. errichtet. Dieser Bau ist architektonisch nur schwer zu fassen, da er durch spätere Umbauten verunklärt ist. Es war aber sicherlich eine einfache Portikusvilla mit Eckrisaliten. Das Gebäude bestand im unteren Teil aus vermauerten Feuersteinen. Der Aufbau war vielleicht ein Fachwerkbau. Zu diesem Bau gehörte auch ein Keller, der aus zwei Räumen bestand, der bis zum Ende der Villa in Betrieb blieb. Hinter der Villa (im Westen) wurde ein Küchengebäude errichtet.

Das Gebäude wurde zwischen 150 und 180 erweitert. Es wurden auf der Südseite ein Bad hinzugefügt. Der Keller hatte in der ersten Bauphase zwei Zugänge, wobei in der zweiten Bauphase eine dieser Türen zugemauert wurde. Die nun entstandene Nische erhielt eine Bemalung mit der Darstellung von drei Nymphen. Auch die restlichen Wände wurden bemalt, doch ist davon nur wenig erhalten. Die Umgestaltung deutet an, dass der Keller in einen Kultraum umgestaltet wurde. Der damalige Besitzer scheint recht wohlhabend gewesen zu sein, jedenfalls war er Eigentümer von zwei marmornen Büsten, eine Seltenheit in der britannischen Provinz. Sie fanden sich bei den Ausgrabungen im Keller. Im zweiten Jahrhundert wurde auch ein runder Bau etwas nördlich der Villa errichtet. Die Funktion ist unbekannt, doch wird vermutet, dass es sich um eine kleine Kapelle handelte.

Im Dritten Jahrhundert erlebte das ganze römische Reich eine Zeit wirtschaftlichen Niederganges. Die Villa scheint vernachlässigt worden zu sein, doch wurde sie nicht aufgegeben, wie noch die Ausgräber vermuteten. Münzen und Scherben deuten eine Siedlungskontinuität an. Am Beginn des vierten Jahrhunderts wurde ein Mausoleumwestlich der Villa erbaut. Es bestand aus einem zentralen Raum, um den sich ein Umgang befand. Der Bau ähnelt somit einem römischen-gallischen Umgangstempel. In einer Grube im zentralen Raum lagen zwei Bleisärge, in denen sich die Skelette von einem Mann und einer Frau befanden. Es fanden sich zahlreiche Beigaben, darunter ein Bronzegefäß, vier Glasflaschen, zwei Messer und zwei Löffel. Bemerkenswert ist ein Spielbrett mit 30 Spielsteinen aus Glas, die auf einem der Särge lagen.

Neben der Villa wurde in etwa zur gleichen Zeit ein Getreidespeicher errichtet. Er war 24,4 × 10,7 m groß und gehört damit zu den größten in Britannien. Der Bau hatte einen erhöhten Fußboden, damit Luft darunter zirkulieren konnte.

Um 350 erhielt das Speisezimmer der Villa eine Apsis und wurde mit einem Mosaik ausgestattet. Um 360/370 scheinen die Besitzer zum Christentum konvertiert zu sein. Ein Raum wurde zu einer christlichen Kapelle umgestaltet und erhielt Wandmalereien mit christlichen Motiven. Diese zeigen den Villenbesitzer und seine Familie in Bethaltung, sowie das christliche Chi-Rho. Kurz nach 400 brannte die Villa nieder und wurde nie wieder aufgebaut.

Die Wandmalereien

Giacobbe Giusti, Römische Villa bei Lullingstone

Wandmalerei auf der Westwand mit christlichen Adoranten

Die Villa hat ihre herausragende Bedeutung vor allem durch den Fund der Wandmalereien des vierten Jahrhunderts. Vereinzelte Malereifragmente stammen schon aus dem zweiten Jahrhundert. Im Bad fand sich ein Fragment, dass einen Fisch zeigt. Das Fragment fand sich im Frigidarium, das demnach vielleicht mit einer Seelandschaft, wie sie in Bädern beliebt waren, dekoriert gewesen. Andere noch an der Wand haftende Fragmente zeigen eine einfache Felderdekoration.[1] Aus dem zweiten Jahrhundert stammt auch die Nische im Keller mit der Darstellung von drei Wassernymphen.[2]

Die Malereien des vierten Jahrhunderts fanden sich im Keller verstürzt und schmückten einst zwei Räume einer Hauskapelle, deren Dekoration in groben Zügen rekonstruiert werden kann. Die best erhaltene Wand ist die Westwand. Der Sockel stellt wohl eine Marmorimitation dar. Darüber finden sich sechs Säulen zwischen denen wiederum einzelne Figuren auf weißen Grund stehen. Die Säulen sind von Farbbändern gerahmt. Die Figuren scheinen zu schweben und haben ihre Arme ausgebreitet. Nur eine Figur hebt ihre rechte Hand zum Gruß. Die zweite Figur von links ist die best erhaltene und ist darüber hinaus durch einen Vorhang, der hinter ihr erhalten ist, hervorgehoben. Bis auf die vorletzte Figur scheinen alle Männer darzustellen.

Die Ostwand ist schlechter erhalten und deren Rekonstruktion bereitet Schwierigkeiten. Die Sockelzone wird wiederum von Marmorimitationen eingenommen. Darüber befindet sich ein Feld mit sechs Säulen. In der Mitte befindet sich ein Kreis mit dem christlichen Chi-Rho. Zwischen den Säulen scheinen Personen dargestellt zu sein, die auf das Zentralfeld zugehen. Die Rekonstruktion der dritten Zone bleibt schließlich reine Spekulation, hier könnten sich eventuell Säulen aber auch Ornamentbänder befunden haben. Beide Dekorationselemente fanden sich, doch können keiner Wand mit Sicherheit zugeordnet werden.

Die Nordwand zeigt die Sockelzone mit Marmorimitationen und darüber zahlreiche Säulen, in deren Mitte sich offensichtlich eine figürliche Szene befand. Im Oberfeld gab es die Darstellung einer Landschaft mit Gebäuden.

In der Südwand befand sich die Tür des Raumes. Rechts von ihr befand sich über der Sockelzone wiederum ein Feld mit einer von Säulen gerahmten Mittelszene. Im Oberfeld befand sich ein Chi-Rho.

Der Vorraum war einfacher gestaltet, nur an einer Wand befand sich ein Chi-Ro, in einem Kreis und von einem geometrischen Muster gerahmt.

Die Malereien sind von besonderer Bedeutung, da es nur wenige Zeugnisse christlicher Wandmalerei aus dem vierten Jahrhundert gibt. In Britannien sind sie bisher einmalig. Der Stil ist einfach bis unbeholfen. Es gibt kaum Andeutungen von Licht und Schatten oder Perspektive.

Das Mosaik

Giacobbe Giusti, Römische Villa bei Lullingstone

Speiseraum mit Mosaik

Das Mosaik im Speisesaal der Villa zeigt zwei Szenen. In der eigentlichen Apsis ist die Entführung der Europa durch Jupiter als Stier dargestellt. Europa, halbnackt, sitzt auf dem Stier. Die Szene wird von zwei Eroten flankiert. Der hintere zieht am Schwanz des Stieres und versucht offensichtlich die Entführung zu verhindern. Über der Szene befindet sich eine lateinische Inschrift, die übersetzt lautet:

Wenn die eifersüchtige Juno den schwimmenden Stier gesehen hätte, dann wäre sie mit größerer Gerechtigkeit auf ihrer Seite wiederhergestellt in den Häusern des Aeolus

Dieser Spruch ist eine Anspielung aus das erste Buch der Aeneis, in dem Juno, die Gattin des Jupiter, den Windgott Aeolus überredet, einen Sturm zu entfachen, um Aenas auf seiner Reise nach Italien zu besiegen. Diese Szene belegt deutlich das hohe Bildungsniveau des Villeninhabers.

Die zweite Szene des Mosaik zeigt Bellerophon wie er auf Pegasusreitet und die Chimära mit einem Speer tötet. Dieses Bild wird von vier runden Medaillons gerahmt in denen sich wiederum Darstellungen in Büstenform der vier Jahreszeiten befinden.

Funde

Giacobbe Giusti, Römische Villa bei Lullingstone

Marmorbüste

Marmorbüste

In der Villa fand sich eine Reihe bemerkenswerter Objekte. An erster Stelle sind zwei Marmorbüsten zu nennen, die sich im Keller fanden. Sie können stilistisch in das zweite Jahrhundert datiert werden und sind Arbeiten aus dem östlichen Mittelmeerraum. In der früheren Forschung wurde oftmals angenommen, dass es sich hier um Vater und Sohn handelt, die nacheinander Besitzer der Villa waren. Die besser erhaltene zeigt einen bärtigen Mann, in einem militärischen Gewand mit einer runden Fiebel.[3] Eine neuere Theorie besagt jedoch, dass hier der spätere Kaiser Pertinax und dessen Vater Publius Helvius Successusdargestellt sind.[4] Pertinax war Statthalter von Britannien, bevor er zum Kaiser erhoben wurde. Demnach ist die Lullingstonevilla der Landsitz des Statthalters gewesen.

Ein weiterer Fund ist eine Gemme, die geflügelte Victoria mit einem Schild und vor einem Brustpanzer, der Teil einer Trophäe ist, zeigt. Die Gemme gehört zu den besten, die jemals in Britannien gefunden wurden. Sie besteht aus Karneol. Es wurde argumentiert, dass es sich um das Amstsiegel von Pertinax handelte als er als Statthalter in Britannien amtierte. [5]

Ausgrabungen

Die Villa wurde 1939 entdeckt, obwohl es schon seit dem späten achtzehnten Jahrhundert Vermutungen gab, dass es hier Reste eines römischen Gebäudes gibt. Ausgrabungen fanden seit 1949 statt und dauerten 12 Jahre. Die Villa ist heute für Besucher hergerichtet.

Anmerkungen

  1. Hochspringen Liversidge, in: Meates: The Roman villa at Lullingstone, S. 5, Tafel 1, fig. 1 auf S. 6
  2. Hochspringen Liversidge, in: Meates: The Roman villa at Lullingstone, Tafeln IV–V
  3. Hochspringen Neal: Lullingstone, Roman Villa., 22
  4. Hochspringen T. Ganschow/M. Steinhart: The Roman portraits from the villa of Lullingstone: Pertinax and his father, P Helvius Successus.In: Otium: Festschrift für Volker Michael Strocka. Remshalden 2005, S. 47–53.
  5. Hochspringen Martin Henig: The Victory-Gem from Lullingstone Roman Villa, in: Journal of the British Archaeological Association, 160 (2007), 1-7

Literatur

  • Geoffrey Wells Meates: The Roman villa at Lullingstone, Kent. Vol. 1, The site. Kent Archaeological Society, London 1979, ISBN 0-85033-341-5.
  • Geoffrey Wells Meates: The Roman villa at Lullingstone, Kent. Vol. 2, The wall paintings and finds. Kent Archaeological Society, London 1987, ISBN 0-906746-09-4.
  • David S. Neal: Lullingstone, Roman Villa. London 1998, ISBN 1-85074-356-8.

Weblinks

 Römische Villa bei Lullingstone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mische_Villa_bei_Lullingstone

http://www.giacobbegiusti.com

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Giacobbe Giusti, Villa of the Papyri

 

Giacobbe Giusti, Villa of the Papyri

Giacobbe Giusti, Villa of the Papyri

 

Giacobbe Giusti, Villa of the Papyri

 

Giacobbe Giusti, Villa of the Papyri

Giacobbe Giusti, Villa of the Papyri

The Villa of the Papyri (Italian: Villa dei Papiri, also known as Villa dei Pisoni), is named after its unique library of papyri (or scrolls), but is also one of the most luxurious houses in all of Herculaneum and in the Roman world.[1] Its luxury is shown by its exquisite architecture and by the very large number of outstanding works of art discovered, including frescoes, bronzes and marble sculpture[2] which constitute the largest collection of Greek and Roman sculptures ever discovered in a single context.[3]

It is located in the current commune of Ercolano, southern Italy. It was situated on the ancient coastline below the volcano Vesuvius with nothing to obstruct the view of the sea. It was perhaps owned by Julius Caesar‘s father-in-law, Lucius Calpurnius Piso Caesoninus.[4]

Plan of Herculaneum and the location of the Villa

In AD 79, the eruption of Vesuvius covered all of Herculaneum with some 30 m of volcanic ash. Herculaneum was first excavated in the years between 1750 and 1765 by Karl Weber by means of underground tunnels. The villa’s name derives from the discovery of its library, the only surviving library from the Graeco-Roman world that exists in its entirety.[5] It contained over 1,800 papyrus scrolls, now carbonised by the heat of the eruption, the “Herculaneum papyri“.

Most of the villa is still underground, but parts have been cleared of volcanic deposits. Many of the finds are displayed in the Naples National Archaeological Museum.

The Getty Villa is a reproduction of the Villa of the Papyri.

Layout

Ground Plan showing location of tunnels(brown)

Drunken Satyr, villa dei papiri

Aeschines, villa dei papiri, museo archeologico, Napoli

Sited a few hundred metres from the nearest house in Herculaneum, the villa’s front stretched for more than 250 m along the coastline of the Gulf of Naples. It was surrounded by a garden closed off by porticoes, but with an ample stretch of gardens, vineyards and woods down to a small harbour.

It has recently been ascertained that the height of the main floor in antiquity was no less than 16 metres above sea level, and the villa had four architectural levels underneath the main floor, arranged in terrasses overlooking the sea.[6]

The villa’s layout is faithful to, but enlarges upon, the architectural scheme of suburban villas in the country around Pompeii. The atrium functioned as an entrance hall and a means of communication with the various parts of the house. The entrance opened with a columned portico on the sea side.

The first peristyle had 10 columns on each side and a swimming pool in the centre. In this enclosure were found the bronze herma of Doryphorus, a replica of Polykleitos‘ athlete, and the herma of an Amazon made by Apollonios son of Archias of Athens.[7] The large second peristyle could be reached by passing through a large tablinum in which, under a propylaeum, was the archaic statue of Athena Promachos. A collection of bronze busts were in the interior of the tablinum. These included the head of Scipio Africanus.[1]

Dancers, da villa dei papiri, peristilio quadrato

The living and reception quarters were grouped around the porticoes and terraces, giving occupants ample sunlight and a view of the countryside and sea. In the living quarters, bath installations were brought to light, and the library of rolled and carbonised papyri placed inside wooden capsae, some of them on ordinary wooden shelves and around the walls and some on the two sides of a set of shelves in the middle of the room.[1]

The grounds included a large area of covered and uncovered gardens for walks in the shade or in the warmth of the sun. The gardens included a gallery of busts, hermae and small marble and bronze statues. These were laid out between columns amid the open part of the garden and on the edges of the large swimming bath.[1]

Resting Hermes

Ptolemy Apion

fresco, Villa dei Papiri

Works of Art

The luxury of the villa is evidenced not only by the many works of art, but especially by the large number of rare bronze statues found there, all masterpieces. The villa housed a collection of at least 80 sculptures of magnificent quality,[8] many now conserved in the Naples National Archaeological Museum.[1] Among them is the bronze Seated Hermes, found at the villa in 1758. Around the bowl of the atrium impluvium were 11 bronze fountain statues depicting Satyrs pouring water from a pitcher and Amorini pouring water from the mouth of a dolphin. Other statues and busts were found in the corners around the atrium walls.[1]

Five statues of life-sized bronze dancing women wearing the Doric peplos sculpted in different positions and with inlaid eyes are adapted Roman copies of originals from the fifth century BC. They are also hydrophorai drawing water from a fountain.

Epicureanism and the library

The owner of the house, perhaps Calpurnius Piso, established a library of a mainly philosophical character. It is believed that the library might have been collected and selected by Piso’s family friend and client, the Epicurean Philodemus of Gàdara – although his conclusion is not certain[4][9] Followers of Epicurus studied the teachings of this moral and natural philosopher. This philosophy taught that man is mortal, that the cosmos is the result of accident, that there is no providential god, and that the criteria of a good life are pleasure and temperance. Philodemus’ connections with Piso brought him an opportunity to influence the young students of Greek literature and philosophy who gathered around him at Herculaneum and Naples. Much of his work was discovered in about a thousand papyrus rolls in the philosophical library recovered at Herculaneum. Although his prose work is detailed in the strung-out, non-periodic style typical of Hellenistic Greek prose before the revival of the Attic style after Cicero, Philodemus surpassed the average literary standard to which most epicureans aspired. Philodemus succeeded in influencing the most learned and distinguished Romans of his age. None of his prose work was known until the rolls of papyri were discovered among the ruins of the Villa of the Papyri.[4]

Papyrus recovered from Villa of the Papyri.[1]

At the time of the eruption of Vesuvius in AD 79, the valuable library was packed in cases ready to be moved to safety when it was overtaken by pyroclastic flow; the eruption eventually deposited some 20–25 m of volcanic ash over the site, charring the scrolls but preserving them— the only surviving library of Antiquity— as the ash hardened to form tuff.[1]

Excavation

The Bourbon excavations were halted in 1765 due to complaints from the residents living above. The exact location of the villa was then lost for two centuries.[10] In the 1980s work on re-discovering the villa began by studying 18th century documentation on entrances to the tunnels and in 1986 the breakthrough was made through an ancient well. The backfill from some of the tunnels was cleared to allow re-exploration of the villa when it was found that the parts of the villa that survived the Bourbon robbers were still remarkable in quantity and quality.

Excavation to expose part of the villa was done in the 1990s and revealed two previously undiscovered lower floors to the villa[11] with frescoes in situ. These were found along the southwest-facing terrace of about 4 metres height. The first row of rooms lying below the arcade was eveidenced by a series of rectangular openings along the façade.

Limited excavations recommenced at the site in 2007 to preserve the remains when beautifully carved parts of wood and ivory furniture were discovered. Since then limited public access became available.

As of 2012, there are still 2,800 m² left to be excavated of the villa. The remainder of the site has not been excavated because the Italian government is preferring conservation to excavation, and protecting what has already been uncovered.[12] David Woodley Packard, who has funded conservation work at Herculaneum through his Packard Humanities Institute, has said that he is likely to be able to fund excavation of the Villa of the Papyri when the authorities agree to it; but no work will be permitted on the site until the completion of a feasibility report, which has been in preparation for some years. The first part of the report emerged in 2008 but included no timetable or cost projections, since the decision for further excavation is a political one.[13] Politics involve excavation under inhabited areas in addition to unspecified but reported[14] references to mafia involvement.

Using multi-spectral imaging, a technique developed in the early 1990s, it is possible to read the burned papyri. With multi-spectral imaging, many pictures of the illegible papyri are taken using different filters in the infrared or in the ultraviolet range, finely tuned to capture certain wavelengths of light. Thus, the optimum spectral portion can be found for distinguishing ink from paper on the blackened papyrus surface.

Non-destructive CT scans will, it is hoped, provide breakthroughs in reading the fragile unopened scrolls without destroying them in the process. Encouraging results along this line of research have been obtained, which use Phase-contrast X-ray imaging. [15] [16] [17] [18] According to authors, “this pioneering research opens up new prospects not only for the many papyri still unopened, but also for others that have not yet been discovered, perhaps including a second library of Latin papyri at a lower, as yet unexcavated level of the Villa.”[19]

J. Paul Getty Museum

Bronze bust of Scipio Africanus, mid 1st century BC, found in the Villa of the Papyri

The original “Getty Villa“, part of the J. Paul Getty Museum complex at Pacific Palisades, California is a free replication of the Villa of the Papyri, as it was published in Le Antichità di Ercolano. This museum building was constructed in the early 1970s by the architectural firm of Langdon and Wilson. Architectural consultant Norman Neuerburg and Getty’s curator of antiquities Jiří Frel worked closely with J. Paul Getty to develop the interior and exterior details. Since the Villa of the Papyri was buried by the eruption and much of it remains unexcavated, Neuerburg based many of the villa’s architectural and landscaping details on elements from other ancient Roman houses in the towns of Pompeii, Herculaneum, and Stabiae.[20]

With the move of the Museum to the Getty Center, the “Getty Villa” as it is now called, was renovated; it reopened on January 28, 2006.

In modern literature

Several scenes in Robert Harris‘ bestselling novel Pompeii are set in the Villa of the Papyri, just before the eruption engulfed it. The villa is mentioned as belonging to Roman aristocrat Pedius Cascus and his wife Rectina. (Pliny the Younger mentions Rectina, whom he calls the wife of Tascius, in Letter 16 of book VI of his Letters.) At the start of the eruption Rectina prepares to have the library evacuated and sends urgent word to her old friend, Pliny the Elder, who commands the Roman Navy at Misenum on the other side of the Bay of Naples. Pliny immediately sets out in a warship, and gets in sight of the villa, but the eruption prevents him from landing and taking off Rectina and her library — which is thus left for modern archaeologists to find.

Sculpture from the Villa

Giacobbe Giusti, ‘Found statue of Minerva, the mythical goddess described in the Aeneid’

Giacobbe Giusti, ‘Found  statue of Minerva, the mythical goddess described in the Aeneid’

 

 

 

An extraordinary discovery to these days in Salento. Researchers may have found the statue of Minerva, the goddess told by Virgil in the Aeneid. The statue was found in the historic center of the city of Castro, at a depth of three meters under the ground, the archaeological team led by Amedeo Galati, who for six years working on the site. History and myth intertwine again. Below is the image gallery.

The work dates back presumably to the fourth century BC and may represent the goddess Minerva, thus confirming the hypothesis of the discoverers of the find, although the format for short kilt that would assume that this is un’Artemide. In this connection it will be useful the investigations carried out in the near future, in collaboration with the Superintendence of Archaeological Heritage, the University of Salento and the City of Castro. Kept three meters from the ground to the center of Castro, the statue is devoid of the head and other anatomical details, but shows exceptional traces of purple. The continuing discoveries: archaeologists have discovered also the phalanx of a finger and arm, and we hope to find out in time the other elements missing. The measurements of the statue in its original and not damaged had to be impressive, it is estimated about 4 meters.

Crediti Fotografie: Pasquale Rizzo

Il punto esatto dove è stata rinvenuta la statuaThe exact spot where it was found the statue

 

In addition to the historical side of the story the discovery reopens an old debate about taste location of the place that was home to the myth of Aeneas. As informs leccenews24, who is constantly following the developments on the discovery, excavation, financed by the European Union, will continue under the supervision of the University of Salento and the Superintendence for Cultural Heritage.

If that Aeneas is a legend or not does not matter, the discovery now allows us to date and circumscribe a place really existed and described more than two thousand years ago, linked to the most fascinating episodes narrated in the Aeneid: the return of the Trojan hero in Italy .

http://www.ufoonline.it/2015/07/05/statua-di-minerva-eneide/

http://www.giacobbegiusti.com

Giacobbe Giusti, Etruscan jewelry, Metropolitan New York

Giacobbe Giusti, Etruscan jewelry, Metropolitan New York

The Metropolitan Museum of Art

 

Set of jewelry, early 5th century b.c.; late Archaic
Etruscan
Gold, glass, rock crystal, agate, carnelian
Harris Brisbane Dick Fund, 1940 (40.11.7–.18)

This tomb group represents one of the richest and most impressive sets of Etruscan jewelry ever found. It comprises a splendid gold and glass pendant necklace, a pair of gold and rock-crystal disk earrings, a gold fibula (dress fastener) decorated with a sphinx, a pair of plain gold fibulae, a gold dress pin, and five finger rings. Two of the rings have engraved scarabs that revolve on a swivel bezel, one is decorated with embossed satyr heads, and the other two have decorated gold bezels. The disk earring is originally a Lydian type of jewelry that became fashionable in Etruria in the latter part of the sixth century B.C., when the Etruscans were strongly influenced by eastern Greek artists and their works.

http://www.metmuseum.org/toah/works-of-art/40.11.7-.18

http://www.giacobbegiusti.com